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Ärger mit den Ahnen

Wenn man nicht mehr weiss, wohin mit seiner Zeit, dann kann man sich seinen Vätern und Vorvätern widmen. Es sei denn die Software dazu ist auch schon so alt und fehlerbehaftet, dass es einen daran hindert.

In diesem Fall war es die Software „Familienchronik“ von Data Becker aus biblischer Urzeit. Die Daten waren alle erfasst, aber dann war plötzlich die komplette Familie im Weihnachtsurlaub, oder sonst wo, nur leider nicht mehr im Programm auffindbar. Das berichten auch andere Familiendatenzusammenträger.

Die Daten schienen noch vorhanden zu sein, denn die *.anc Datei enthielt noch etwa 200 Kb an Daten. Und offenbarte mit einem Text-Editor auch noch die eingegebenen Daten. Dem Format der Datei kam ich durch andere mitgelieferte Beispieldateien auf die Spur. Dort fand sich im Header der Eintrag „jet db„, das deutete auf eine MS Access Datenbank hin. Das wurde bestätigt, als ich in der Systemsteuerung die anc Datei als Datenquelle eingerichten konnte.

Damit konnte ich dann einfach mit OpenOffice.org per ODBC auf die Daten zugreifen. Die Urväter lebten also noch. Jetzt mussten sie nur noch in ein neues modernes Heim gebracht werden.

Eine Suche nach genealogy und linux erbrachte, dass gramps ein geeignetes Programm wäre. Dieses läuft nicht nur unter Linux, sondern kann auch den Quasi-Standard gedcom importieren und exportieren. Hier ist man also nicht an einen Hersteller gebunden.

Leider reichten meine Openoffice.org Kenntnisse nicht aus, um die sichtbaren Daten in ein Format zu konvertieren, dass gramps importieren wollte. Dafür habe ich dann einen MS Access nach MySQL Konverter genutzt. In der MySQL Datenbank konnte ich dann die Kinder, Familien und Personen so umsortieren, dass ich eine einfache CSV-Datei erstellen konnte. Diese importierte gramps dann fast klaglos.

Ein kleiner Fehler bei der Erkennung des Geschlechts zwang mich dazu, gramps mit einer englischen locale zu starten und so einen Übersetzungs- und Programmfehler zu umgehen.

export LANG=en_EN.utf-8
gramps

Jetzt muss ich nur noch den Bediener der alten Software überzeugen, seine Daten mit dem neuen Programm und am besten unter Linux weiter zu pflegen.

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Alleinherscher

Da wollte ich endlich auch mal eine Windows Installation machen und dann so was.

CD einlegen, Rechner davon booten und installieren, fertig. Dachte ich.

Die ersten male waren aber eher CD einlegen, Rechner davon booten und nach einer kurzen Einblendung „gleich geht’s weiter“ wurde mir schwarz vor Augen. Oder zumindest der Bildschirm.

Reboot tut immer gut, aber in diesem Fall blieb das Ergebnis immer dasselbe. Schwarz. Ist zwar auch schön, aber bunter wäre netter. Also auf ins Internet und nach Windows installation und schwarzer Bildschirm gesucht. Viele Tipps, noch mehr Ratlosigkeit. Die meisten Hinweise deuteten aber darauf hin, dass die Windows XP CD kein anderes Betriebssystem neben sich mag und der einfachste Weg ein

dd if=/dev/zero of=/dev/sda bs=512 count=1

wäre. Damit ist dann zwar die Partitionstabelle weg, aber der Installer glücklich. Gut, dass in der Linux Installation noch nichts konfiguriert war.

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Einfach Windows installieren

In dem Fall hilft das Tool nLite weiter. Mit diesem kann ein fehlender Treiber in die Boot-CD eingebaut werden. Das funktioniert wohl zumindest mit Windows 2000 und XP.

Vor allem dann ist dies nötig, wenn die neue Hardware kein Disketten Laufwerk hat, auf dem Windows Zusatztreiber erkennen würde. USB Sticks sind dem System scheinbar nicht gut genug.